logo St. Margaretha Mainaschaff

Herzlich willkommen in der

Pfarrei St. Margaretha, Mainaschaff

 

"...ist es würdig und recht...?"

Warum wir in Kleinostheim, Mainaschaff und Stockstadt noch keine Eucharistie feiern...

„Es liegt nun im Ermessen der Verantwortlichen vor Ort, angemessen mit der Situation umzugehen und das umzusetzen, was jetzt möglich und sinnvoll erscheint.“ So schreibt unser Bischof Dr. Franz Jung in seinem jüngsten Brief vom 15. Mai 2020 über die Feier von Gottesdiensten in den Gemeinden. Darin gestattet er nach anfänglichem Verbot auch wieder die Feier der Eucharistie.

Den Brief des Bischofs können Sie hier nachlesen.

In seinem Brief vom 1. Mai betonte der Bischof: „Aber genau deshalb, weil sie solch ein hohes Gut ist, ist sie auch zu schützen. Denn als Bischof geht es mir um die Bewahrung der Feiergestalt der Eucharistie.“ In einem Interview hat er die Befürchtung geäußert, dass „die Integrität der liturgischen Feier durch die Auflagen Schaden nehmen könne“.

Genau darüber haben wir im Seelsorgeteam unserer drei Gemeinden in Kleinostheim, Mainaschaff und Stockstadt ausgiebig und sehr persönlich gesprochen und unsere Empfindungen, Stimmungen und Befürchtungen ausgetauscht.

Uns bewegen die Gedanken, die der Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige, in einem Brief vom 6. Mai an die Gläubigen und Verantwortlichen seines Bistums geäußert hat: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Liturgien unter den aktuell vorgeschriebenen hygienischen Vorschriften tatsächlich würdig und angemessen gefeiert werden können. Darüber hinaus frage ich mich, wie sich die notwendigen Hygienemaßnahmen auf eine lebendige Gottesdienstfeier auswirken, wenn sie wesentlich von diesen mitgeprägt werden.“ In einem Interview ergänzte er: „Kommt es bei einer Eucharistiefeier nicht auf mehr an als nur den rituellen Vollzug? Was ist mit der Kommunion? Egal ob mit Desinfektionsmittel, Handschuh oder Zange, bei keiner dieser fragwürdigen Methoden ist die Gefahr einer Ansteckung völlig auszuschließen. Glaubt jemand wirklich, dass solche sterilen Gottesdienste das Herz erheben und die Seele trösten können oder Kinder und Jugendliche nur im Geringsten ansprechen? Wie soll Gemeinschaft mit dem auferstandenen Herrn und miteinander erfahrbar werden?“ Ein Theologieprofessor fragt: „Wie verändert sich das Feiern, wenn es von wiederholtem Desinfizieren der Hände geprägt ist?“

Das sind Fragen und Gedanken, die uns bewegen und belasten. Und so manche Bilder von Eucharistiefeiern in Fernsehen und Internet gehen uns durch Kopf und Herz, wo die Kommunionspendung schon sehr sonderbar und steril, merkwürdig und wenig würdevoll anmutet. Und der eine oder die andere haben uns das im Gespräch bestätigt.

Der Würzburger Professor für Liturgiewissenschaft, Martin Stuflesser, gibt zu bedenken: „Eine Frage wäre, ob der Wunsch nach gottesdienstlicher Gemeinschaft nur über die Eucharistie befriedigt werden kann, denn ab der Gabenbereitung bringt sie erschwerte hygienische Anforderungen mit sich. Da liegt es doch nahe, eher mit Wort-Gottes-Feiern oder Andachten die Rückkehr ins liturgische Leben zu beginnen, praktische Erfahrungen zu sammeln und dann nachzujustieren.“

Das haben wir getan und das wollen wir noch weiter tun.

Darum wollen wir vorerst noch auf die Feier der Eucharistie verzichten, weil sie uns ein hohes und kostbares Gut ist. Das ist sicher für manche schmerzlich und vielleicht schwer nachzuvollziehen. Und doch hoffen wir auf und bitten wir um Ihr wohlwollendes Verständnis!

Wie sagt Professor Stuflesser: „Keiner verordnet böswillig eucharistische Diät!“ Und mit Bischof Feige bitten wir Sie: „Die Corona-Pandemie fordert uns alle enorm heraus. Wir sind gemeinsam unterwegs und gestalten mit vielfältigen Glaubenserfahrungen und unseren jeweiligen Begabungen unsere Kirche mit. Dabei werden unterschiedliche Sichtweisen und  Glaubensakzente sichtbar. Gestehen wir uns gegenseitig zu, dass keine Lösung allen Interessen gleichermaßen gerecht werden kann.“

Möge die Sehnsucht nach der Eucharistie und die Vorfreude auf ihre würdige Feier in uns wachsen und uns alle stärken auf dem Weg dorthin!

Ihr Pfarrer Georg Klar und das gemeinsame Seelsorgeteam der drei Pfarrgemeinden von Mainaschaff, Kleinostheim und Stockstadt

Auswirkungen der Corona-Krise auf die Veranstaltungen im Pfarrheim St. Margaretha

Unser Bischof Franz Jung hat am 30. April für das ganze Bistum Würzburg entschieden:

Außer den Gottesdiensten in der Kirche bleiben alle anderen kirchlichen Veranstaltungen weiterhin untersagt !

Unser Pfarrbüro ist ab sofort für den „zwingend notwendigen Publikumsverkehr“ wieder geöffnet.

Für die Gottesdienstbestellungen nutzen Sie bitte weiterhin die in der Kirche ausgelegten Briefkuverts!

Pfarrer Georg Klar bleibt in allen seelsorgerlichen Dingen ansprechbar und ist unter Tel. 73320 zu erreichen. Sprechen Sie gegebenenfalls bitte auch auf den Anrufbeantworter!

Danke für Ihr Verständnis!

Das Pfarreiteam

Nachrichten

Regeln für Gottesdienstbesucher in der Kirche

Grundsätzlich gilt in der Situation der Corona-Krise: Das Wichtigste ist der Schutz Ihrer Gesundheit und die der anderen Gottesdienstteilnehmer! Darum müssen bei den Gottesdiensten folgende Regeln ...

Weg der Hoffnung - Mund-Nasen-Masken für Lebensmittelpakete

Corona hat Deutschland fest im Griff – stellt uns hier aber nicht vor solch existenzielle Probleme wie die Menschen in Kolumbien. Durch die Schließung von Einrichtungen und das Herunterfahren des ...

Verlegung der Priesterweihe

Verlegung meiner Priesterweihe Liebe Gemeindemitglieder der Pfarrei Mainaschaff, liebe Freunde, liebe Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche, ich danke Ihnen und euch sehr für eure vielen ...

Corona-Krise

"...ist es würdig und recht...?" Warum wir in Kleinostheim, Mainaschaff und Stockstadt noch keine Eucharistie feiern... „Es liegt nun im Ermessen der Verantwortlichen vor Ort, angemessen mit der ...

­