logo St. Margaretha Mainaschaff
Vom 08.09.2019

1.    Pfarrer Otter war gerade gekommen, da hatte man sehr schnell vernommen: Ein neuer Diakon soll kommen zu den St. Margaretha Frommen. Ein Mann aus dem Kongo soll’s werde, zu hüten die Oscheffer Gottesherde. Man hört´s schon bald, es überall schallt: Ein Mann in vielen Sprachen versiert, wird bald in Oscheff eingeführt.

2.    Fügt er sich in unsere Gemeinde ein? Warn die Gedanken allgemein. Mit dir, Pierre, wurde das Team komplett, Padre Jose und du - im „Eine Welt-Duett“. Hast Weltkirche in un-sere Gemeinde gebracht und Misereor-Gottesdienste zu einem Afrika-Festival gemacht. Am Nachmittag, beim Treffpunkt aller Länder sah man viele bunte Gewänder. Bei fetzigen Rhythmen kam man ins Wippen, manch einer ge-riet dabei auch ins Schwitzen. Um alle Belange der „Einen Welt“, war es in unserer Gemeinde jetzt gut bestellt.

3.    Du hast dich gekümmert ums „Eine-Welt-Mobil“, bisweilen wars der Arbeit wirklich viel. Du fuhrst das Mobil stets hin und her, bestelltest Waren, Bio und Fair. Verschicktest Matratzen und viele Betten mit großen Containern, drauf konnte man wetten. So hieltest Kontakt zum Heimatland Kongo. In welcher Gemeinde gab es das sonst wo?


4.    Die meiste Zeit hast mit der Trauerpastoral verbracht. Trauergespräche geführt, Beerdigungen vollbracht, Trau-ernde getröstet, die Verstorbenen gewürdigt, berichtet, was ihnen das Leben aufbürdet. Trauernde fühlten sich verstanden und geborgen, weil du mit dem Herzen bei ih-ren Sorgen.

5.    Auch in der Firm Pastoral hast du dich engagiert, damit je-den Firmling der Heilige Geist dann führt. Hast viele Ju-gendliche geöffnet für den guten heilenden Geist, damit er geglücktes Leben ihnen weist.

6.    Für die Jugend warst du eine Zeitlang da, hast viel getan, ohne Trara. Sternsinger, Jugendgottesdienste, Zeltlager mitorganisiert, unter deiner Leitung ist viel passiert. Die Ministranten lagen dir auch am Herzen, haben deinen Ver-lust ebenfalls zu verschmerzen.

7.    Den Unterricht in unruhigen Klassen hast du niemals sein gelassen. Hast dich in die Höhle des Löwen gewagt, zum Reli-Unterricht stets ja gesagt. Zu erzählen die gute Bot-schaft von Jesus Christ, dir ein Anliegen war - und ist.

8.    Den Gottesdienst nahmst du sehr ernst, dort zu fehlen, das lag dir fern. Am Montag beim Rosenkranz warst meist du zugegen, um allen zu geben den Abendsegen. Als Taizé-Fan- Gebet und Fahrten organisiert, und selbst auch dort gern meditiert. So wurdest du geistlich neu inspiriert. Zum Freitagsgebet, auch wenn sich nur fand eine kleine Schar, es doch für manchen eine Kraftquelle war.

9.    Den Altardienst versahst du mit großer Würde, man sah`s dir an, er war keine Bürde. An deiner Haltung konnte man sehen, was es heißt, vor Gott aufrecht zu stehen. Gings in der Sakristei mal hoch her, fiel dir Gelassenheit nicht schwer. Ein Mann, der da so in sich ruht, tat in der Sakristei uns richtig gut.

11.     Ob Beamer, Lautsprecher, Tische rücken, ob Kühlschränke und Räume warn zu bestücken, ob Weihnachtsbäum´ warn aufzustellen, den Baum dann auch noch zu erhellen, du warst ein Mann für „alle Fälle“. Über all die Tätigkeiten im Hintergrund, kein ärgerliches Wort hörte man aus dei-nem Mund. Dem 15. Nothelfer danken wir sehr, so einer wird sich nur finden-schwer.

12.     Das alles hätte gar nicht können sein, wenn nicht an dei-ner Seite die entsprechende Frau wäre, fein. Lucie, auch dir sagen wir herzlichen Dank in Ehren, da du deinen Pier-re musst öfters entbehren. Dass du so oft Rücksicht ge-nommen, zum Wohle aller Oscheffer Frommen. Auch die Kinder, Beni und Marie, mussten oft verzichten auf Papa, denn er war öfters auch nicht da. Für Lucie soll diese Blu-me sein, und der ganzen Familie ein Eis-Gutschein, und dazu eine gute Flasche Kapellchen-Wein.

13.    Lieber Pierre, du bist und warst bei uns beliebt, du hast zugehört, Probleme mit uns bedacht, bis zur Lösung sie zu den deinen gemacht. Dein Arbeitsstil war stets kooperativ, die Art Schwierigkeiten zu lösen, kommunikativ. Ein Mann der lauten Worte warst du nicht. Doch haben wir durch dich immer gespürt, dass Gottes Liebe dich - und durch dich - auch uns berührt.

14.     Als Mensch du wurdest uns vertraut, ein Mann, der sein Lebenshaus auf Gott gebaut. Wir haben dich sehr ins Herz geschlossen und für die Zukunft wollen wir wirklich hoffen, dass die freundschaftliche Bande nicht wird abreißen, wenn Arbeit in Niedernberg dich will verschleißen.

15.    Lieber Pierre, das sagen wir, du warst ein echter und guter Seelsorger hier. Jetzt trifft uns dein Weggang doch recht hart, denn in deiner Art du einmalig warst. Wir sagen dir großen, großen Dank als Pfarrgemeinde und Pfarrgemein-derat. In unseren Herzen wirst behalten einen Platz und wünschen jetzt noch mit einem Satz: An deiner neuen Stelle Gottes Segen, für dich und deine Familie auf Niedernbergs Wegen. Jetzt sprechen noch weitere Pfarr-gemeinderäte, - Doris  - erzählen Erlebnisse, ganz konkre-te.

16.     Ich überreiche nun Fotobuch und Kuvert als Geschenk, du kannst es verwenden für was du denkst. Dann wollen wir dir noch den Segen singen, die ganze Kirch´ darf miteinstimmen.

Lied: Möge die Straße..

­